Crystal Palace, Peking

Crystal Palace Peking

Kooperation mit dem Deutschen Archäologischen Institut und dem Palace Museum Peking

Crystal Palace

Die ‚Verbotene Stadt‘ im Zentrum von Peking war während der Ming- und der Qing-Dynastie jahrhundertelang der Palast der chinesischen Kaiser. Während dieser Zeit war der einfachen Bevölkerung und besonders Fremden der Zutritt streng untersagt. Und noch heute sind nicht alle Teile des 780.000 qm umfassenden und 980 Gebäude beinhaltenden Areals für die Öffentlichkeit zugänglich. Umso bemerkenswerter ist es, dass Studierende des Master Historische Bauforschung von der OTH Regensburg unter der Leitung von Prof. Dietmar Kurapkat jetzt an der Erforschung eines der rätselhaftesten Bauwerke in der ‚Verbotenen Stadt’ beteiligt sind. Der ‚Crystal Palace‘ wurde ab dem Jahr 1909 – und damit ganz am Ende der chinesischen Kaiserzeit – errichtet. Bei der Abdankung des letzten Kaisers Puyi im Jahr 1912 war das Gebäude unvollendet und blieb als Bauruine liegen. Im Gegensatz zu den anderen Bauten wurde der ‚Crystal Palace‘ nicht als traditionelle Holzkonstruktion errichtet, sondern in einer Mischbauweise aus Stein, Eisen und Glas. Diesem Umstand verdankt der Bau auch seine Bezeichnung, die sich auf den berühmten Crystal Palace in London bezieht, der dort im Jahre 1851 zur Weltausstellung erbaut wurde. Die Pekinger Version verwundert weiterhin durch eine bunte Mischung chinesischer und europäischer Architekturformen und Bauweisen. Es handelt sich um ein Zeugnis einer bewegten Zeit, als China sich nach Jahrhunderten der selbstgewählten Abgeschlossenheit langsam der westlichen Welt öffnete. Demzufolge ist es nur konsequent, dass das Palace Museum Peking auch bei der Erforschung dieses einmaligen Bauwerks die internationale Zusammenarbeit sucht. Hauptkooperationspartner ist dabei das Deutsche Archäologische Institut (DAI) in Berlin mit seiner Außenstelle in Peking. Weitere Partner sind neben der OTH Regensburg die Peking University und die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg. Erste Ergebnisse wurden bei einer gemeinsamen Bauforschungs-Summer-School im September 2016 erzielt (siehe: e-Forschungsberichte des DAI, Faszikel 2- 2017, 59-68) DAI Forschungsberichte und Meldungen. Diese sollen unter anderem die Grundlage für die Erarbeitung eines denkmalgerechten Sanierungskonzepts bilden.

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